Ruanda – Stunden des Innehaltens (2)Rwanda – hours of silence (2)

r1Toto und ich besuchen bald darauf zwei weitere Gedenkstaetten, in den Doerfchen Nyamata und Ntarama gelegen. In beiden Orten suchten 1994 fliehende Tutsis Sicherheit in Kirchen. An diesen heiligen Plaetzen, so glaubten sie, wuerden ihre Verfolger sie nicht angreifen. Doch die Hutus hatten auch an diesen Plaetzen kein Erbarmen und toeteten abertausende Menschen.

Man mag das alles nicht glauben wollen, erstrecht, wenn man heute durch dieses schoene Land faehrt. Ruanda gilt inzwischen als eines der sichersten Laender Afrikas. Es ist sauber, extrem sauber, bestens organisiert, die Polizei gilt als nicht korrupt, die Menschen sind freundlich und hilfsbereit…

Ruanda, versichern alle, habe seine Lehre aus seiner juengsten brutalen Geschichte gelernt. Es gibt offiziell keine Hutu und Tutsi mehr – alle sprechen davon, dass es nur noch Ruander gebe. Man will sich niemals wieder auseinanderdividieren lassen und haelt zusammen. Ein schoener Hinweis dafuer ist der „Umuganda-Day“, der „Gemeinschafts-Tag“. An jedem vierten Samstag im Monat packen alle Ruander mit an, um fuer das Land drei Stunden gemeinnuetzige Arbeit zu leisten: man saeubert gemeinsam die Strassenraender, die Fluesse und Waelder, man baut Schulklassen und kuemmert sich um die Museen, man pflanzt Gruenareale an, um Ruanda noch schoener zu machen usw.. Und alle machen mit. Sogar Praesident Kagame packt mit an, so heisst es.

So kann Ruanda auch als ein bluehendes Land der Hoffnung gesehen werden.

Wir sind gluecklich, dieses Land mit seinen Bewohnern auf unserer „grenzerfahrungen-Expedition“ kennenlernen zu duerfen.r1The next day we visited Nyamata and Ntarama Memorial Sites where fleeing Tutsi were looking for a sanctuary in 1994. They run to the churches that are located there believing that the Hutus would never attack them in a sacred place. The Hutus didn’t care and massacred thousands of the Tutsi.

When you visit Rwanda it’s hard to believe that 19 years ago the genocide took place. Rwanda is a country that is well organised in-terms of the infrastructure and development. Its probably the cleanest country in Africa. It is also considered one of the safest. There is no longer Tutsi, Hutu or Twa tribe only Rwandan. Every fourth saturday of the month the Rwandan people including President Paul Kagame observe the ‚Umuganda‘ which means participating in the nation building. This would entail cleaning the roads, schools, rivers, forests or participating in any other activity that brings unity among the community.

We are happy that we are leaving Rwanda having learnt a little more about the land of a thousand hills.

Comments
  • Gertrud Dalkowski
    Antworten

    Hallo, ich hoffe dass so etwas wie in Ruanda nie wieder passiert. Seid ihr inzwischen wieder zusammen?
    Ich bin in Ol Moran und froh, dass ich nach drei Tagen ohne Strom meinen Laptop wieder aufladen konnte. Es hat hier ziemlich viel geregnet und ist kalt. Ich dachte ich komme ins warme Kenya, hahaha …. Aber wenn die Sonne rauskommt, weiss man sofort wo man ist.
    Wann erreicht ihr Kenya?
    Alles Gute für euch weiterhin, eine tolle Leistung was ihr bisher geschafft habt.
    Viele Grüße
    Gertrud

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